Leserfragen zum Recht

 
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Leserfragen zum PferderechtUnsere neue Rubrik seit Ende April 2016: An dieser Stelle könnt ihr uns als Leser unseres Magazins fragen allgemeiner Natur stellen.

Bitte habt Verständnis dafür, dass eine Rechtsberatung im Einzelfall nicht an dieser Stelle und auch nicht kostenfrei vollzogen werden kann, da unsere Autoren Fachleute sind und als Rechtsanwälte bei umfassenderen Fragen nicht kostenlos arbeiten können.

Bei umfassenderen Fragen wendet euch bitte direkt an einen unserer Autoren unter dem Punkt Beratung.
 
 
 
 
 
 
Eure Fragen schickt bitte direkt an redaktion@pferderecht-wissen.de und nicht als Kommentar auf dieser Seite.

 


 

Leserfrage: Klopphengst statt Wallach – Stute ungewollt gedeckt!

Hallo, ich hoffe sie können mir helfen. Ich habe im Juni einen Wallach bekommen, stand auch im pass drin, aber nun ist meine Stute tragend von ihm da er wohl ein Klopphengst ist. Was habe ich nun für Rechte? Ich wollte meine Stute nicht decken lassen, da sie auch schon älter ist. Mit der Vorbesitzerin lässt sich nicht reden. Sie besteht darauf, dass es ein Wallach ist. Aber meine Stute stand nur mit ihm zusammen, sonst mit keinem!
 

 


 

Leserfrage: Jäger und Reiter

Hallo, meine Frage ist, dürfen Jäger /Förster in Niedersachsen in einem öffentlichen Forstwald den Spaziergängern und vor allem den Reitern vorschreiben welche Wege benutzt werden dürfen? Bei uns will der Förster das wir Reiter sowie auch alle Spaziergänger nur drei Hauptwege benutzen. Die allerdings voll mit Splitt, Bauschutt, und Steinchen aufgefüllt sind. Und nur um den Wald und nur eine gerade durch den Wald. So das die Jäger den ganzen Rest in Ruhe nutzen können. Es gibt eine Menge Querwege die wir nicht betreten sollen. Die regelmäßig aber per Autos ( täglich bis zu durchschnittlich 4-5 Autos) von den Jägern befahren werden. Das ganze Gebiet ist ein Wasserschutzgebiet.
 

 


 

Leserfrage: Bis zu 20% Pachterhöhung für Pferdeeinsteller wegen neuer Halle

Wie sind mehrere Einsteller in einem Einstellbetrieb im Kreis Göppingen und fühlen uns gerade allesamt über den Tisch gezogen, mit dem was gerade auf uns zukommt!

Es handelt sich um rund 20 Freizeitreiter mit rund 25-30 Pferden. Jeder hat einen Einstellvertrag bei einer Stallbetreiberin unterschrieben, in dem ihm für sein oder seine Pferde für einen festen Pauschalbetrag, zw. 250-290€ eine bestimmte Box mit Bzw. ohne Paddock, Vollpension mit 3-maligem füttern, sowie tägl. Weidegang sommers wie Winters Paddockgang vertraglich zugesichert wird – dieser Leistung wird durch die Stallbetreiberin auch nachgekommen, sie hat einen Knecht angestellt der am Hof wohnt und diesen Arbeiten 365 Tage im Jahr nachkommt…
 

 


 

Leserfrage: Sonderkündigungsrecht bei Zwangsversteigerung des Reitstalls

Ich bzw. der gesamte Stall, immerhin über 25 Pferde, stehen vielleicht bald auf der Strasse. Unser Reitstall soll versteigert werden und nun weiß keiner wirklich wie er sich verhalten soll. Laut Pensionsvertrag beträgt die Kündigungsfrist 4 Wochen zum Monatsende, was bedeutet der Besitzer hätte uns schon kündigen müssen bzw. wir? Meine Frage ist eher, ob wir aufgrund dieser Zwangsversteigerung ein Sonderkündigungsrecht haben?

 

 


 

Leserfrage: Rückabwicklung des Pferdekaufs wegen falscher Angaben zum Stockmaß

Liebe Redaktion,

ich habe am Dienstag dieser Woche ein Islandpferd gekauft, welches im Verkaufskatalog mit einem Stockmaß von 1,44m angegeben ist. Ich habe mir das Pferd an drei Tagen angeschaut und probegeritten. Dabei kam sie mir schon kleiner vor, aber ihre Erscheinung ist doch eher groß. Deswegen kaufte ich sie auch überhaupt. Heute wollte ich es aber genau wissen und maß mit einem Meterstab nach und kam auf 1,38m. Besteht nun grundsätzlich die Möglichkeit einer Rückabwicklung?

 

 


 

Leserfrage: Einspruch bei Pachterhöhung wegen gestiegener Fütterungskosten

Ich habe mehrere Frage bezüglich unsres „mündlichen“ Einstellervertrages mit unserem Reitstallbesitzer.

Zu den Eckdaten, mir wurde meine Paddockbox zu folgenden Konditionen überlassen:

Monatliche Kosten: 235 Euro

Gestellt werden Heu und Stroh, sowie die Benutzung der Anlage, die eine kleine Bewegungshalle und einen Reitplatz mit Koppeln beinhaltet. Unter der Woche wird morgens gefüttert hieß es, die restlichen Fütterungen werden von den Einstellern selbst übernommen.

Das morgentliche Füttern übernahm eine Untermieterin des Wohnhauses, die selbst ein Pferd bei uns eingestellt hatte. Diese zieht nun zum November aus und die Fütterkraft fällt damit in Kürze weg.

Der Sohn unsres Stallbesitzers würde sich nun bereit erklären das Füttern zu übernehmen, was jedoch für uns Einsteller eine Mieterhöhung von 10 Euro pro Monat bedeuten würde. (Wohlgemerkt für die gleiche Leistung, die vorher auch erbracht wurde).

Nun zu meiner ersten Frage: Ist dies rechtens und in wie weit können wir mit einem nur mündlichen Vertrag hier Einspruch erheben?

Desweiteren ist die Anlage in einem schlechten Zustand. Die in der Boxenmiete beihnaltete Instandsetzung der Halle und des Platzes werden selten bis nie durchgeführt.

Gibt es hierbei eine rechtliche Möglichkeit der Mietminderung und wenn ja in welcher Höhe?

Und verletzt sich mein Pferd bei der Benutzung der nicht gepflegten Anlage, habe ich Anspruch auf Erstattung meiner Tierarztkosten durch den Stallbesitzer? Bsp. Sehnenschäden durch tiefe Böden, Hufgeschwüre durch große Steine auf dem Reitplatz oder Koliken bedingt durch Fütterung bzw Bereitstellung von neuem, nicht ausreichend lange gelagertem Heus?

Zu dem Umstand der Nicht-Instandhaltung der Anlage kommt noch die Tatsache hinzu, dass 4-5 mal jährlich Veranstaltungen auf dem Hof statt finden, die für mehrere Tage die Benutzung der Anlage (Reitplatz, Halle und Koppeln) unmöglich machen. Auch hier würde es mich interessieren inwieweit wir Einsteller und mit einer Mietminderung wehren könnten.

Es wäre toll, wenn Sie ein wenig Licht ins Dunkel bringen könnten.

Hinter dieser Mail stehen 14 Einsteller (alle mit einem solchen mündlichen Vertrag), die nicht wissen auf welche Rechte und Pflichten des Stallbetreibers sie sich beziehen können.

 

 


 

Leserfrage zur schlechten Versorgung im Pensionsstall: Verletzung der Sorgfalstpflicht des Stallbetreibers?

Ich habe eine Frage bezüglich meines Pferdes, welches ich in einem Pensionsbetrieb eingestallt habe. In diesem Betrieb steht/stand (Umzug geschieht diesen Sonntag) mein Pferd seit dem 31.01.2016 und hat seitdem zusehends abgebaut. Der Grund hierfür ist eine mangelnde Versorgung durch den Stallbetreiber. Dies kann ich auch beweisen, da ich sowohl eine Blutanalyse als auch eine Zahnbehandlung durchführen lassen habe. Er erhält schlicht und ergreifend nicht ausreichend Futter.

 

 


 

Leserfrage zum Reiten ohne Gebiss und Sattel im Straßenverkehr

Wir wohnen in einer sehr ländlichen Gegend und reiten unserer Pferde ohne Gebiss, mit einem Gebisslosen Zaum zum reiten. Manchmal reiten wir auch ohne Sattel. Ich habe schon oft gehört das dies im Straßenverkehr verboten sei ect. Daher meine Frage. Muss mein Pferd im Straßenverkehr mit Gebiss geritten werden? Wie ist die Rechtslage wenn es zu einem Unfall kommt? Muss ich mein Pferd im Verkehr mit einem Sattel reiten?
 

 


 

Leserfrage: Kein Schadenersatz bei Unfällen beim Springreiten?

Ich hatte letztes Jahr einen Reitunfall in einem Schulbetrieb. Ich ritt ein Schulpferd in der Springprüfung des kleinen Reitabzeichens. Dabei fiel ich vom Pferd und zog mir Frakturen an drei Wirbeln zu. Ich wand mich dann an die Versicherung des Betriebes zwecks Verdienstausfall (ich bin mit einem Kleingewerbe selbstständig) und Schmerzensgeld. Die Versicherung teilte mir mit, dass ich bei Reitunfällen, die beim Springen passieren, keinen Anspruch auf Schadensersatz hätte, da einem klar sein sollte, dass das Springen gefährlich ist. Ist das so richtig?

 

 


 

Leserfrage: Handhabe gegen Pensionsstall bei Schimmel im Futter

Bei meiner Recherche nach Handlungsmöglichkeiten in meinem Fall bin ich auf Ihre Seite aufmerksam geworden und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können:
Seit fast vier Monaten habe ich meine kleine Appaloosa-Stute in einem Stall mit klassischer Paddockboxenhaltung stehen. Seit wir dort sind ist mittlerweile das dritte Pferd mit deutlich erhöhten Leberwerten aufgefallen. (Für meine Stute habe ich bereits einen Arzttermin vereinbart)

Eine der entsprechenden Pferdebesitzerinen hat nach der Diagnose Futterproben eingeschickt und ein Gutachten erhalten, dass zeigt, dass Heu und Stroh so stark mit Schimmel versetzt sind, dass die Pferde Gefahr laufen nachhaltig an Lunger und Leber zu erkranken. Sie hat den Stallbesitzer damit konfrontiert, der aber signalisierte, dass er an der Futtersitutation nichts ändern wolle, weil es seines Erachtens normal sei, dass man mal schlechtes Rauhfutter hätte. Trotz der Kenntnis dieses Gutachtens verfüttert er weiter sein Heu und Stroh und nimmt billigend in Kauf, dass die Pferde davon krank werden. Ein anderes Pferd ist mit Kolik in die Pferdeklinik eingeliefert worden, wo man bei der gründlichen Untersuchung feststellte, dass das Pferd unter anderem stark erhöhte Leberwerte hatte und übersäuert war, es wurde sofort eine intravenöse Entgiftung eingeleitet.

Habe ich als Einstellerin und Pferdebesitzerin in einer solchen Situation Rechte? Und wenn ja welche?
Der Einstellvertrag ist ein Dienstleistungsvertrag. Kann ich wegen schlechter Futterqualität die Stallmiete kürzen? Habe ich unter diesen Umständen ein Sonderkündigungsrecht? Gibt es irgendeine Handhabe gegen den Stallbetreiber?

Ich finde ein solches Handeln absolut unverantwortlich und bin natürlich in großer Sorge um mein Pferd und versuche sämtliche Maßnahmen zu erfreifen, die der Schadensbegrenzung zuträglich sind.
Ich würde mich riesig freuen und wäre Ihnen sehr, sehr dankbar, wenn Sie mir eine Antwort zukommen ließen!
 

 


 

Leserfrage: Pferdekauf – Pferd krank – Geld zurück?

Sehr geehrte Damen und Herren, ich hab ein riesiges Problem und hab keine Ahnung, wie ich mich rechtlich gesehen verhalten soll…

Ich hab im Mai mein Pferd verkauft als Freizeitpferd… die Käuferin und ich haben uns auf eine Ratenzahlung geeinigt.

Jetzt nach 6 Monaten meldet sie sich… das Pferd wäre krank und sie möchte ihr Geld zurück… meine Angebote, das Pferd in einer Klinik untersuchen zu lassen schlug sie aus…für sie wäre die Sache eindeutig…

Nach langen Diskussionen durfte ich mir gestern ein eigenes Bild von dem Pferd machen…. das Pferd wird nicht artgerecht gehalten… kein sauberes Wasser, fast kein Kraftfutter…man sieht die Wirbel, Rippen und die Flanken sind total eingefallen….

Ich durfte das Pferd unter Zeugen führen und reiten… die Käuferin selbst war nicht da… das Pferd ist völlig phlegmatisch… keine Kraft, keine Muskeln usw. Das Pferd läuft hinten nicht korrekt, aber ich und viele andere Leute, die das Pferd kennen sind alle der Meinung, dass das ganze an der nicht artgerechten Haltung sowie an dem nicht Arbeiten mit dem Pferd liegt.

Ich hab heut natürlich wieder das Gespräch gesucht… bin ja nun durch den erbärmlichen Zustand gewollt das pferd zurückzunehmen… aber doch nicht gegen die volle Summe… ich hab das Pferd so nicht abgegeben…

Es sind auch noch 4 Raten offen… die sie eigentlich noch zahlen muss….

Wie muss ich mich verhalten?

 

 


 

 
 

Hinweis zu rechtlichen Beiträgen

Die in diesem Internetauftritt enthaltenen Beiträge stellen entweder die Sichtweise einzelner Gerichte dar oder Übersichten zu aktuellen Rechtsmeinungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Beiträge sind weder dafür gedacht, noch dazu geeignet, als rechtliche Beurteilung konkreter Sachverhalte zu dienen. Scheinbar unbedeutende Sachverhaltsvarianten können in rechtlicher Hinsicht große Unterschiede bedeuten. Bitte betrachten Sie deshalb die Beiträge lediglich als Anregungen und fragen Sie einen Rechtsanwalt, wenn ein konkreter Einzelfall zu beurteilen ist.

Allgemeine Leserfragen rund um das Pferderecht werden allgemeingültig beantwortet. Eine Rechtsberatung im Einzelfall erfolgt an dieser Stelle nicht und bedarf einer persönlichen, kostenpflichtigen Konsultation der Autoren (Rechtsanwälte).

 
 

Ein Kommentar zu “Leserfragen zum Recht
  1. Karin sagt:

    Eure neue Rubrik finde ich klasse 🙂

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